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Common "Be" CD-Kritik



 
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Shak-K
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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 12:00    Titel: Common "Be" CD-Kritik Antworten mit Zitat

Common „Be“

Wahrscheinlich muss ich vorerst sagen, dass ich mich lange um Common „herumgeschlichen“ habe. Ich höre ja recht gern Talib Kweli und Co und ständig hat man diesen Common als Feature, sei es auf Kweli’s „Beautiful Struggle“, auf Kanye’s „Late Registration“ oder sogar auf dem Floetry-Album. Trotzdem hatte ich nie das Verlangen, mich näher mit diesem Herren aus Chicago zu befassen, obwohl ich ständig gehört hatte, dass sein Album wirklich grandios sein sollte. Nun, nachdem ein wirklich guter Kumpel von mir, dessen Musikgeschmack ich an sich blind vertrauen kann (weil er in etwa dem meinem entspricht; man könnte sagen wir beeinflussen uns gegenseitig in gewisser Hinsicht), Common zu seinem von nun an absoluten Lieblingsrapper erklärte, machte ich mich auf zum Plattenhändler meines Vertrauens um wenigstens einmal in das Teil reinzuhören…

Common ist nun schon länger im Plattengeschäft als es die meisten für möglich halten. Tatsächlich brachte er sein erstes Album im Jahre 1993 raus. Nun sind 12 Jahre eine lange Zeit… denn 12 Jahre ist dieses Erstlingswerk nun mittlerweile schon alt. Und nach 12 Jahren erscheint nun auch Common’s 6. Studioalbum „Be“. Ein einfacher Titel für 11 großartige Tracks.

01 „Be“
Der Track „Be“ ist als eine Art Intro anzusehen. Er beginnt als Instrumental, mit einfachen Bassakkorden, die sich langsam steigern, es kommen mehr und mehr Instrumente dazu, bis Common schließlich nach gut einer Minute das Mic in die Hand nimmt und loslegt. Schon allein dieses Intro hat mich sehr ergriffen, begeistert, macht Lust auf das gesamte Album… Der Track ist produziert von Kanye West und J. Dilla, was man auch hört. Aber es ist, im gesamten gesehen, genau die Mischung, die Common’s Musik so vollkommen scheinen lässt.

02 „Corners“
Der Zweite Track beginnt gleich ganz anders- der Beat hat den Eindruck eines Slow Jamz und ist ganz anders arrangiert als der Erste. Auch wenn Common’s Flow wahrscheinlich nicht hundertprozentig zur Geltung kommt, lässt der Track einen nicht kalt, und so fange ich sofort an darauf abzugehen… wie auch anders. Der Beat ist mal wieder von einem gewissen Mr. West, von dem der Track auch, neben den Last Poets, gefeatured wird. Trotzdem steht Common in der Mitte. Ich für meinen Teil find den Part der Poets aber auch etwas lasch. Die Strophen haben an sich aber mehr Pfiff als die Hook, die nicht so richtig eingängig sein will. Doch selbst das kann der außergewöhnliche Beat „kaschieren“.

03 „Go“
„Go“ ist die Leadsingle des Albums, und mal wieder produziert von unserem Kanye West, der den Track auch wieder featured. Der Song ist eine ausgewogene Mischung aus eingängigem Beat und Rap und guten Lyrics in den Versen. Mehr gibt es zu dem Track eigentlich nicht zu sagen.

04 „Faithful“
„Faithful“ featured den wundervollen John Legend, sowie Bilal, über dessen Talent wir wohl hier gar nicht erst reden müssen. Der Beat mag für den einen oder anderen etwas anstrengend bis ungewöhnlich sein (ich habe schon (ungerechtfertigte) Bezeichnungen wie „Mikey Mouse Club“ gehört), doch ich finde dass es den Track auf eine perfekte Art und Weise ergänzt. Und wieder ist das Teil eine West-Produktion…
Ganz ehrlich, bei dem Part von John Legend läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Wahrscheinlich ist es genau dieser Part der diesem Track das anspruchsvolle, klassische, unvergessliche gibt. Hut ab.

05 „Testify“
Der 5. Track beginnt gleich unerwartet basslastig, ganz anders als die Vorgänger. „Testify“ ist einer meiner Lieblingstracks. Er hat Elemente aus so ziemlich allem, was Hip Hop ausmacht, mit drin und selbst Common zeigt sich von einer völlig neuen Seite, was seinen Rap anbelangt. Aber am eingängigsten ist wohl die Hook. Leute, checkt den Track verdammt noch mal. Das ist hot.

06 „Love is“
Und schon wird’s wieder softer. Der, zur Abwechslung mal von J.Dilla produziert wurde, könnte auch gut auf einen R&B-Jam passen. Erinnert mich ein bisschen an Slum Village. Common fängt in der Hook auch gleich spontan an zu singen, der Strophen werden aber wieder gerappt. Ja, ich muss doch wieder sehr an Slum Village denken (die ich übrigens auch sehr schätze). Chilliger Track, vor allem die Lyrics (ich mache mal ein Lesezeichen in die 2. Strophe für euch Winken) hauen rein, auch wenn der Rest wohl eher zum chillen und entspannen da ist. Doch wenn man genauer hin hört geht der Text doch sehr unter die Haut. Das sind so Tracks die keinem wehtun, die die Welt braucht. Ist vielleicht nichts weltbewegendes, was den Hörer wegbangt, aber einfach ein schöner Track. „How beautiful love can be…“; um die Sachen al zu zitieren.

07 „Chi City“
Ein großes Anthem an die Heimat- von dem #1 Master of Chi-Town K.West produziert. Am Anfang wirkt die Sache ein wenig chaotisch und will nicht so Recht Form in meinem Gehör annehmen. Doch nach und nach bekommt man Gefallen und es macht Spaß, dem eingängigen Beat und den Lyrics, die die Stadt in ein anderes Licht zu rücken scheinen, zu lauschen.

08 „The Food“
Mal wieder ein Track von und mit Kanye West. Dieser hat wieder den altbekannten Ohrwurm-Effekt, ist sehr eingängig, sehr Common-K.West-like und gefällt von Anfang an sehr. Und hey, es wird sogar Eminem erwähnt (so dass vielleicht auch der eine oder andere, dem Common kein Begriff ist, etwas mit der Sache anfangen kann Winken). An diesem Track gefällt mir vor allem die Art, wie die beiden mit den Reimen spielen. Ein rundum guter Track, mit guter Hook.

09 „Real People“
Der gute Jazzige Sound, der doch oft bei West-produktionen durchkommt ist auch hier zu hören. Leider hat man am Anfang das Gefühl, dass dieses „Saxophongedudel“ (um der sonst durchaus guten Produktion mal einen abfälligen Namen zu geben) Commons Lyrics und Flow in den Schatten zu stellen scheint. Man muss sich sehr darauf konzentrieren, mitzukriegen, was Common da von sich gibt. Für eine Nachtbar oder einen schönen Abend zusammen mit netten Leuten und einer Flasche Rotkäppchen Extra Trocken stell ich mir den Track aber trotzdem sehr passend vor, so dass ich ihn nicht wirklich als schlecht bezeichnen kann (denn das ist er einfach nicht.)

10 „They say“
Wieder ein Feature von John Legend, der sofort loslegt. Der Beat gefällt mir diesmal sehr, auch wenn er wieder sehr nach Chi-Town in den 20ern (oder zumindest wie man sich das zu dieser Zeit dort vorstellt) klingt. Außerdem ist noch ein Kanye West auf den Track. John Legends Hook stellt allerdings so ziemlich alles in den Schatten, er gibt hundertprozentige Gesangsleistung. Aber auch die Verse überzeigen, Common flowt was das Zeug hält und auch Kanye hält sich nicht zurück. Ein super Track vor dem man wiederum nur den Hut (das Cap oder das Kopftuch) ziehen kann.

11 „It’s your world/ Pop reprise“
Der Beat, von J.Dilla, ist sehr simple gehalten und hat trotzdem viele kleine “Klangaccessoires“, die erst bei genaueren Hinhören auffallen. Common’s Rapverse hören sich beinahe nach Freestyle an, wobei die Lyrics extrem gut durchdacht sind und mit ihrer Qualität wie immer überzeugen. „I still wanna see California, but it’s my world“- dieser Vers wird immer wieder hervorgehoben. Auch Bilal ist wieder auf dem Track. Die Hook rückt in den Hintergrund, was bei diesem Track einfach nur passt. Hell yeah. Ein guter Abschluss für ein rundum gelungenes Album, das eindeutig mehr Wert auf Klasse als auf Masse legt und selbst mit einer minimalen Auswahl an Features überzeugen kann.

Fazit: Eines der besten Alben die ich jemals zu Ohren bekommen habe (und das will schon was heißen). Ein must have für Fans von Black Star, Slum Village, Access Immortal und selbstverständlich Kanye West und J.Dilla (R.I.P.)

Gute Tracks: 11/11

Bewertung: 5 Sterne
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